Erste EU-Länder verbieten Benzin und Dieselmotoren, Grüne fordern gleiches für Deutschland

Während Deutschland noch über die Zukunft des Verbrennungsmotors streitet, haben andere Länder bereits sein Ende beschlossen.

Nach Norwegen und Dänemark will nun auch Schweden der Umwelt zuliebe in einigen Jahren keine Verbrennungsmotoren mehr zulassen. Auch in Deutschland wird darüber beraten.

Von 2030 an sollen in Schweden keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Das hat Ministerpräsident Stefan Löfven angekündigt. In der Zwischenzeit werde das Land die Lade- und Tankinfrastruktur für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben deutlich ausbauen.

Die Abkehr von Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselantrieb soll helfen, Schwedens CO2-Emissionen zu reduzieren. Sein Land wolle sich verstärkt bemühen, die Ziele des Pariser Weltklimaabkommens zu erreichen, sagte Löfven.

Schweden sei bereits das zehnte Land, das ein Ausstiegsdatum für Diesel und Benziner festgelegt habe

Damit wächst der Druck auf die Autoindustrie, ihre Modellpalette radikal zu ändern. Volkswagen, BMW, Daimler und Co. verdienen den Großteil ihres Gelds mit herkömmlichen Fahrzeugen. Sie investieren aber bereits Milliarden in alternative Antriebe. In den kommenden Jahren sollen viele leistungsstarke Elektroautos auf den Markt kommen.

 Norwegen will von 2025 an keine Neuwagen mehr mit fossilen Brennstoffen zulassen.

Dänemark will von 2030 an den Verkauf von Diesel- und Benzinfahrzeugen verbieten. 

 Island hat sich ebenfalls das Jahr 2030 als Zielmarke für das Aus des Verbrenners gesetzt.

Großbritannien und Frankreich wollen 2040 folgen.

Druck auf Deutschland wächst

Die Bundesregierung lehnt ein festes Ausstiegsdatum für den Verbrennungsmotor ab. Deutschland fährt bei den alternativen Antrieben weiterhin deutlich hinterher. Hier liegt der Anteil der Elektrofahrzeuge bei 1,8 Prozent der insgesamt 3,6 Millionen neu zugelassen Pkw.

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